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Jagdverhalten
Es entsteht Aggression durch Frustration beim Menschen
Es gibt ein sehr großes Beuteschema
Jeder Hund hat einen Jagdtrieb, er ist genetisch fixiert, aber bei jedem Hund unterschiedlich ausgeprägt
Manche
Hunde wissen nicht so genau was sie machen sollen, sie üben nur Teile des Jagdverhaltens
aus, z. B. ist nur der Ansatz zum Beißen da oder die Beute wird ausgebellt und
der Hund springt dabei hin- und her
Jagen ist Selbstbelohnendes Verhalten ( jede Handlung )
Sie dient zum Nahrungserwerb
Jagen ist unabhängig von Hunger ==> selbst Wölfe, die sich gerade vollgefressen haben, zeigen trotzdem Anzeichen des Jagdverhaltens, wenn Wild an ihnen vorbeiläuft
Auslöser sind zum Beispiel spezielle Geräusche oder schnelle Bewegungen
Weiterer Auslöser ==> Geruch
Jagdverhalten wird oft vom Menschen verstärkt, zum Beispiel durch das Spiel mit dem Welpen ==> zum Beispiel schnelle Bewegungen ==> Zerrspiele. Damit wird oft schon der Grundstein gelegt ==> durch unterlassen des Spiels, kann das Jagen nicht verhindert werden, es verschiebst sich aber evtl. der Zeitpunkt, bis das Jagen zum Vorschein kommt.
Jagdverhalten / Aggressionsverhalten
Das sind zwei unterschiedliche Dinge
Jagdverhalten ==> keine Kommunikation mit der Beute
Aggressionsverhalten
==> Distanzvergrößerung
bzw. Erhaltung ( Drohen )
Verhaltenselemente der Jagd
Suchen / Nachfolgen
Erstarren
Fixieren
Lauern (Orientierung mit allen Sinnesorganen)
Anschleichen
Hetzen
Angreifen / Packen
Töten / evtl. Fressen
Diese Elemente müssen nicht unbedingt alle stattfinden.
Erste Anzeichen des Jagens
Intensives Schnüffeln am Boden
Luftwittern
Genaue Beobachtung der Umgebung
Fixieren eines Objektes / Subjektes
Diese Sachen werden oft falsch gedeutet und dann versehentlich verstärkt, weil der Mensch einiges davon vielleicht niedlich findet.
Jagdverhalten & Sozialisation
Der Zeitpunkt ist bei jedem Hund individuell verschieden
Sozialpartner, die in der Sozialisierungsphase kennen gelernt wurden, fallen meist aus dem Beuteschema raus (das heißt aber nicht zwangsläufig, dass eine Katze die in der Wohnung in Ordnung ist, draußen auch in Ordnung ist, auch nicht wenn es dieselbe ist)
Sozialpartner
reichen in der Wildnis nicht aus
Ursachen
Genetische Komponente
Mangelnde geistige Auslastung und oder Langeweile
Mangelnde Kontrolle durch unzureichenden Gehorsam ==> Rückrufkontrolle
Unzureichende oder gar keine Beschäftigung auf Spaziergängen ==> oft jagen Hunde aus Langeweile
Bei einem anderen Problem wurde nur an dem Symptomen rumgedoktort und nicht die Ursache behoben, so dass das Problem jetzt an anderer Stelle zum Vorschein gekommen ist, das Ventil ist jetzt das Jagen
Lernerfahrung
Lernerfolg
Abgucken bei anderen Hunden
Verstärkung im Welpenalter, durch falsche Einschätzung des Besitzers
Am Erfolg lernen (Ansatz erkennen)
Ungewollte Verstärkung durch Besitzer (gemeinsame Jagd, durch Abrufen, hinterher rennen, hinterher schreien usw.) ==> "supi, Herrchen / Frauchen geht mit mir jagen"
Verstärken im Spiel ==> Zerrspiele zum Beispiel
Korrektur
Managementverhalten
Bestimmte Orte nicht mehr aufsuchen
Fehler wie Verstärkung vermeiden
Hund ist / bleibt an der Leine ==> langen Leine (Schleppleine)
Verhalten des Besitzers korrigieren
was ist an unbewussten Signalen vorhanden
wird das Jagdverhalten belohnt
wo verstärkt der Mensch
Körpersprache ändern ==> Anspannung ==> Stimmungsübertragung
Spezielles / Individuelles Training mit dem Hund
Individuelles
Antijagdtraining
Management
Leine / Schleppleine
Dämmerungsspaziergänge vermeiden
Nicht in Wildgehegegebieten spazieren gehen
Nicht
mit anderen Hunden spazieren, die ebenfalls ein Jagdproblem haben
Hundetagebuch führen
Verhalten und Gewohnheiten notieren
Verhaltensänderungen notieren
Ist auf einmal Stress vorhanden
Ein Hundetagebuch ist sehr nützlich, wir Menschen neigen dazu in unserer Erinnerung Dinge aus der Vergangenheit etwas anders zu sehen und man vergisst auch viel, besonders, wenn es um Kleinigkeiten geht, die aber ganz wichtig sein können
Verhalten des Besitzers
Jagdverhalten erkennen
Hund nicht unbeobachtet laufen lassen
Besitzer darf kein Suchverhalten zeigen ==> das Reh noch vor dem Hund erkennen wollen
Lernen
Gebunden an organischen Strukturen und Sinnesorganen ==> an Nerven und Gehirn gebunden
Sinnesorgane nehmen Signale ( Stimulus = Reiz ) und damit dann Informationen auf
Weiterleitung an die Nerven ==> meist im Gehirn
Ziel
==>
Optimierung des augenblicklichen Zustandes ==> durch Verarbeitung und Verhaltensreaktionen
Assoziation (Verknüpfung) Allgemein
Mindestens 2 Signale (Reize) / Ereignisse, die (fast) zeitgleich im Abstand voneinander geschehen bzw. gekoppelt sind
Erst dann kann eine Konditionierung erfolgen
Wichtig
ist die Generalisierung!!!
Klassische Konditionierung
Man hat wenig Verhaltensreaktionen
Angeborene Speichelreaktion durch Geruch / Sicht (Pawlow)
Signal ==> Futter
Hunde haben ein angeborenes Wissen ==> bestimmte Geräusche erregen ihre Aufmerksamkeit
Konsequenz des Besitzerverhaltens
Bei Jagdunfall nicht hinterher rufen ==> gemeinsame Jagd
Nicht beruhigen ==> weil die Erregungslage verstärkt wird
Wenn Wild da ist ==> nicht mit hektischem Tonfall oder Druck in der Stimme reagieren
Training
Jagdverhalten ist nicht löschbar, nur kontrollierbar
Das Training braucht sehr viel Zeit
Vermeidung ist oft unmöglich ==> Ablenkung durch den Besitzer ==> Besitzer sucht Beute
Eichhörnchen
Man kann zum Beispiel trainieren, dass der Hund ein Objekt jagen darf und auch soll, zum Beispiel ein Eichhörnchen. Denn es rennt auf einen Baum, der Hund steht vor dem Baum und kommt nicht an das Eichhörnchen heran. So kann man den Hund aber aus einer Jagdsituation abrufen.
Instrumentelle Konditionierung
Assoziation zwischen Signal und bewusster Verhaltensreaktion auf dieses Signal ==> der Hund hatte durch Zufall schon einmal Erfolg mit einem bestimmten Verhalten
Dabei
gibt es für den Hund eine Wahlmöglichkeit
Das
Verhalten des Hundes orientiert sich an der Folge ==> Ist das gut oder schlecht für mich
==>
geht es mir danach besser oder schlechter
Lernen im Kontext
Hunde lernen kontextspezifisch
Das eigentliche Auslösesignal muss beim Training herausgefiltert werden
Hunde generalisieren nicht von allein
Training allgemein
Clicker aufbauen
Anschauen
Anschauen ausdehnen
Ablenkung einbauen ==> zum Beispiel schnelle Bewegungen
Geruchskomponente als Ablenkung einbauen ==> Wildpark
Guter Rückruf
Radius zum Besitzer klein halten ==> ansonsten den Hund in den Radius zurückrufen
Jede
selbstständige Rückorientierung des Hundes ist vom Besitzer zu belohnen!!!
Bei schlechtem Rückruf
Pfiffsignal
Training mit der langen Leine
Im
Verlauf nur noch den Rückruf belohnen
Training speziell
Alternativverhalten beim Auslöser ==> zum Beispiel Anschauen
Kontrollierte Sicht des Beuteobjektes schaffen
Distanz verringern
In
natürliche Umgebung gehen
Übung mit dem Beuteobjekt
Distanz so wählen, dass die Erregungslage niedrig bleibt
Hund soll selbstständig Alternativverhalten zeigen
Anfangs an der Leine und immer am selben Ort Trainieren
Dann entweder den Ort wechseln oder ohne Leine arbeiten
Jedes
unerwünschte Verhalten sofort unterbinden ==> zum Beispiel hingucken zur Beute
Unterbinden des unerwünschten Verhaltens
Hörzeichen als Signal
Vorteil ==> Immer dabei
Nachteil
==>
Wird sehr oft verwendet ==> ist oft nicht prägnant genug
Übung in Anwesenheit des kontrollierten Beuteobjektes
Trainieren eines schnellen und zuverlässigen Platz (Down)
Üben eines zuverlässigen Rückrufes
Konfliktpotenzial
Wenn
ein Verhalten sowohl eine klassische und instrumentelle Komponente hat und sie in einen
Konflikt miteinander treten, gewinnt der klassische Anteil, weil das angeboren ist
Für den Notfall
Aufbau eines Superpfiffes über die klassische Konditionierung
Pfiff üben mit Beute, die der Besitzer kontrollieren kann
Keine Handlung vom Hund verlangen, wie zum Beispiel hier, weil das instrumentell ist
Gegenkonditionierung erfordert sehr viele Wiederholungen und Generalisierung
Georgia Laios 01. November 2007©
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