Das Bellen der Hunde


Ein Hund der Knurrt ist nicht gefährlich, er kommuniziert!

Dr. Dorit U. Fedderson-Peterson

Die Laute des Wolfes

 

Das Bellen beim Hund

Es gibt Hunde, bei denen es schwierig ist ihnen das Bellen beizubringen, weil sie keinen Sinn darin sehen.

 

Warum wollen wir nicht, dass Hunde bellen?

 

Wann Hunde nicht bellen

 

Bedeutungen des Bellens

 

Wie hört sich bellen an?

 

Bellen um Aufmerksamkeit zu erregen

Hunde haben es sehr schnell raus, dass sie mit ihrem Bellen Aufmerksamkeit erregen können. Oft werden sie dafür bestraft, aber damit erreicht man meist nur das Gegenteil, denn Schimpfen oder Bestrafung ist auch Aufmerksamkeit, auch wenn sie negativ ist. Hunde fassen dies oft als Belohnung auf und machen weiter. Am besten ist es das Bellen zu ignorieren, ich weiß selbst, dass das oft nicht einfach ist, vor allem, wenn man in einer Mietwohnung lebt, aber das ist die sinnvollste Methode, damit diese Form des Bellens aufhört. Man sollte auch überprüfen, warum der Hund diese Art der Aufmerksamkeit sucht, bekommt er vielleicht zu weinig davon?

Vor allem ist es ganz wichtig zu beachten, dass der Hund sich nicht belohnt fühlt, weil er denkt, dass wir ihn anfeuern, also sozusagen "mitbellen"!

Oft bellt der Hund, um seine Rudel- oder Familienmitglieder auf etwas Aufmerksam zu machen, zum Beispiel ein Tier oder ein Fremder, der näher kommt.

Das Klangbild dieses Bellens ist fordernd und hell. Es gibt oft Pausen, in denen der Hund uns anguckt.

Die Motivation besteht darin, auf sich Aufmerksam zu machen, im Mittelpunkt zu stehen.

Oft ist dies ein erlerntes Verhalten, der Hund bekommt Aufmerksamkeit und wird also für dieses Verhalten bestätigt / belohnt.

Es kann sogar hin bis zur Tyrannei gehen, fast Erpressung, der Hund bellt um etwas zu bekommen, bekommt er es nicht, hört er nicht auf.

 

Was kann man gegen Aufmerksamkeitsbellen tun?

Bellen, dann ruhig sein = Futter ==> wieder Bellen, ruhig sein = Futter ==> ...

 

Bellen wegen Aufregung

Das Klangbild ist hoch, aufgeregt und hat eine schnelle Abfolge, meist mit einer hohen Bewegungsaktivität durch die Adrenalinausschüttung.

Motivation dieses Bellens

 

Was tun gegen Aufregungsbellen

 

Warnbellen / Abwehrbellen

Hunde riechen und hören so gut, dass sie Feinde sehr früh erkennen können. Das bellen besteht meist aus sehr kurzen, schnellen, sich wiederholenden Kläffen. Dabei entfernen Hunde fast nie die Augen, von dem was sie anbellen.

 

Bellen = Alarm

Bellen bedeutet Alarm. Es schellt zum Beispiel an der Tür. Der Hund rast bellend durch die Wohnung, wirft seinem Besitzer meist noch einen Blick zu und rennt zur Tür. Der Besitzer lässt alles stehen und liegen und schreit seinen Hund an. Meist bellt er dann nur noch mehr.

Drehen wir es jetzt mal um:

Es schellt, der Hund gibt Alarm, er möchte seinem Besitzer sagen, dass da jemand kommt, er wirft im noch einen Blick zu "komm und hilf mir". Herrchen eilt sofort herbei und "bellt" mit, er hilft. Hund und Besitzer "bellen" nun gemeinsam und immer lauter! Der Hund fühlt sich unterstützt.

 

Klangbild / Motivation:

 

Was kann man tun?

 

Echtes Abwehren kommt immer mit Vorzeichen

 

Das alles passiert nicht, wenn dem Hund die Vorzeichen aberzogen / verboten wurden, also dem Hund zum Beispiel das Knurren verboten wurde!!!

 

Abwehrbellen im Garten

 

Bellen aus Angst

Klangbild

 

Motivation

 

Was kann man tun?

 

Bellen aus Frustration / Langeweile

Klangbild

Dadurch entsteht eine Endorphinausschüttung und diese ist an bestimmte Morphine (wie eine Droge) gekoppelt. Der Hund wird süchtig nach diesen Glückshormonen. Kommt oft bei Zwinger- oder Kettenhunden vor.

Motivation

Was kann man tun?

 

"Erpressung" durch Bellen

Möchte der Hund etwas haben, an das er nicht herankommt, an einen Knochen oder ein Spielzeug zum Beispiel, dann wird er oft Bellen, damit jemand kommt um ihm zu helfen. Eine Mischung aus Frustration und Hilflosigkeit. Kommt nun jemand und gibt ihm den Knochen oder das Spielzeug, dann wird der Hund schnell lernen, dass er nur zu Bellen braucht um zu bekommen was er möchte.

 

Bellen um zum Spiel animieren

Der Hund geht in die Vorderkörpertiefstellung und beginnt ein helles kurzes Kläffen. Es bedeutet: "Komm spiel mit mir, jag mich". Das wenden Hunde auch oft beim Menschen an.

Oft wird dabei noch ein Gegenstand ins Maul genommen, ein Ball oder so, denn es soll sich ja für den Jagenden lohnen. Hunde lernen auch schnell, dass Herrchen und Frauchen ganz aktiv werden, wenn der Hund einen Schuh oder sonstige verbotene Gegenstände geklaut werden und was erreichen sie? Richtig! Sie werden gejagt. Je mehr der Hund gejagt wird, desto öfter passieren dann solche Situationen.

 

Knurren

Knurren wird meistens von uns Menschen missverstanden. Die Menschen denken meistens, dass das ein Zeichen der Aggression ist, aber meistens heißt es, dass der Hund Angst hat oder uns nicht vertraut. Er möchte zum Beispiel sagen: "Geh weg, ich habe Angst! Und wenn du nicht gehst, bin ich bereit mich zu verteidigen!" Oder er knurrt uns an wenn er einen Knochen hat, weil er uns nicht vertraut, er hat Angst, dass wir ihm seinen Besitz wegnehmen wollen!

Hunde untereinander können sich durch das Knurren verständigen und sich aus dem Weg gehen.

Vorsicht aber bei einem provozierendem Knurren von zwei Hunden, die psychisch und physisch gleich stark sind, da könnte es auch zu einer Beißerei kommen!

Hört man dieses Knurren, hat man keinen Zweifel an seiner Bedeutung.

 

Bestimmte Rassen

Wenn man sich einen Hund zulegen möchte, sollte man sich genau darüber informieren, wozu bestimmte Rassen ursprünglich gezüchtet wurden.

Beispiele

 

Winseln und Kläffen

Welpen haben eine Menge verschiedener Winsellaute. Auch erwachsene Hunde können Winsellaute hervorbringen, die an Welpen erinnern.

Diese Laute werden meistens bei der aktiven Unterwerfung gebraucht, dies wird dann auch mit der Körperhaltung und Mimik kombiniert.

Erwachsene Hunde machen sich klein und welpenähnlich, kindlich gegenüber dem Überlegeneren.

 

Schreien

Ein Hund der erschreckt, schockiert oder verletzt wird, kann zu schreien beginnen. Es ist ein langer, hoher, schriller und angsterfüllter Schrei. Ich habe ihn bei Sunny selbst mal gehört, als er von einem Mann, der mit seinem Hund spielte, einen großen Stock mit voller Wucht auf den Schädel abbekommen hat, dieses Schreien ist wirklich grausam!

Dieser Schrei kann manchmal einen furchtbaren Einfluss auf andere Hunde haben. Sie stürzen sich auf den schreienden Hund stürzen und beißen ihn, denn es wird eine Beutereaktion ausgelöst. Ein Beutetier, dass in Todesangst schreit!

Also in dieser Situation sollte man meiner Meinung nach wenn möglich eingreifen, weil das nichts mit dem sonstigen normalen Hundeverhalten zu tun hat, wenn es um kleine Raufereien geht!

 

Brüllen

Wenn Hunde sich gegenseitig anbrüllen, ist das ein Schauspiel, sie wollen demonstrieren, damit es nicht  zum Blutvergießen kommt. Es ist eine Mischung aus Schreien und Knurren.

 

Niesen und Schnauben

Es ist diskreter als Bellen oder der Hund möchte einfach nur seine Nase freimachen.

 

Seufzen

Hunde stöhnen oder seufzen vor sich hin, wenn sie sich wohl fühlen. Sie atmen langsamer aus. Der Ton entsteht, indem die ausströmende Luft in der Kehle gebremst wird. Es ist ein Ausdruck des Wohlbehagens.

 

Fazit

 

Was tun?

 

Georgia Laios 27. Oktober 2007©


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